Als
die Kinder etwas bergerfahrener wurden, planten wir
regelmäßig eine Hüttenwanderung
oder einen stationären Hüttenaufenthalt ein. Die
Sesvenna-Hütte,
2300 m hoch zur Schweizer Grenze hin gelegen, war vor allem für
die
Kinder ein bevorzugter Standort.
Lange Zeit hielt ich es nicht
für erstrebenswert, auf die "höchste Spitz im Tiroler Land"
(wie es in einer alten Chronik heißt), auf den 3900 m hohen
Ortler zu gehen. Aber dann habe ich mich doch entschlossen, zusammen
mit Robert und einem Bergführer den Ortler zu besteigen. Die Tour
von der Payer-Hütte aus war ein schönes Erlebnis, das Wetter
war phantastisch.
Daneben gibt es jede Menge
Kultur und Geselligkeit im Venschgau zu erleben. Wenn man sich für
romanische Kunst
interessiert, dann ist man in dieser Ecke Südtirols bestens
aufgehoben.
Da macht es gar nichts, wenn
die Wolken ausnahmsweise mal tiefer hängen.
Zur Kultur haben Robert und
ich auch selbst etwas beigetragen: Fast jedes Jahr gaben wir irgendwo
ein Konzert,
wobei mir der Orgelpart zufiel, während Robert die Tenorsoli
übernahm. Das gehört nun auch schon der Vergangenheit an.
Geblieben sind die gemeinsamen Wanderungen, wobei ich, im Gegensatz zu
Robert, der sportlich sehr aktiv ist, das Alter beim Kraxeln merke...
Es geht nicht mehr so schnell vorwärts wir vor einigen Jahren.
Schade, daß die
Entfernung
zu diesem schönen Fleckchen Erde über 700 km beträgt.